6 tipps fuer neue leader

6 Tips für neue Führungskräfte

Inhalt
    Add a header to begin generating the table of contents

    Falls Sie neu in der Führungsrolle sind, egal ob es Ihr erster Führungsjob ist oder Sie bereits Erfahrung aus einer anderen Rolle mitbringen, dann ist dieser Blog für Sie!

    Hier gibt es heute nochmal 6 Tips, die Sie für sich beachten können, die speziell in den ersten Wochen wichtig sind. Und falls Ihnen Tips, Podcasts und Bücher nicht ausreichen und Sie sich einen Sparringspartner wünschen, dann buchen Sie gerne ein kostenfreies Gespräch mit mir und wir besprechen wie ich Sie unterstützen kann (https://christianebarho.com/free-call/)

    Die neue Rolle ist kein Sprint. Sondern ein Marathon

    Was heißt das? Es liegt auf der Hand: viele Führungskräfte werden nominiert, geholt von aussen oder innerhalb des Unternehmens rekrutiert, häufig um für neuen Wind zu sorgen. Veränderungen zu initiieren. Ziele zu erreichen. Alles gut und schön und vieles davon sehr notwendig.

    Die Führungskraft versucht daher nicht selten sofort einen Sprint hinzulegen, und sofort Entscheidungen zu treffen, Veränderungen einzuläuten. Den nächsten großen Change auszurufen. Und das alles bevor die neue Führungskraft überhaupt Gelegenheit hatte, sich ansatzweise mit der Unternehmenskultur, den Prozessen, den Menschen zu beschäftigen.

    Diese Schnellschüsse haben eines gemeinsam: Sie gehen in der Regel in die Hose.

    Insbesondere Mitarbeiter reagieren sehr negativ darauf, wenn vorschnell Changes initiiert werden.

    Und schon wieder grüsst das Murmeltier. Die letzten groß ausgerufenen Change Programme sind den meisten noch gut in Erinnerung. Häufig in schlechter Erinnerung, da viel Wirbel gemacht wird und am Ende leider nicht viel herumkommt. Damit will ich nicht sagen, dass Veränderungen schlecht sind. Ganz im Gegenteil. Veränderungen sind notwendig. Die Frage ist jedoch immer „Wie“ und „Wann“ Veränderungen umgesetzt werden. Und insbesondere wie konsequent sie auch nachgehalten werden.

    Als neue Führungskraft gilt es erst das Unternehmen zu verstehen.

    Erst die Mitarbeiter und Teams kennenzulernen.

    Zu erfahren was ist deren Einschätzung.

    Was sagen Mitarbeiter dazu, was gut im Unternehmen läuft und was nicht.

    Was ist die eine Sache im Unternehmen, die definitiv geändert werden sollte.

    Seien Sie offen, haben Sie ein offenes Ohr.

    Gehen Sie Ihren Weg, aber gehen Sie ihn langsam.

    Bleiben Sie geerdet

    Unabhängig davon, was um Sie herum los ist. Und grade zu Beginn kann es schon mal passieren, dass 1000 Dinge gleichzeitig auf Sie einprasseln …, umso wichtiger ist es die Ruhe zu bewahren.

    Vor allem treten Sie nicht in die typische Falle und verfallen Sie bitte nicht in Aktionismus. Seien Sie die Eiche und bleiben Sie geerdet. Lassen Sie sich nicht von dem ersten Gegenwind umhauen. Und natürlich auch nicht vom zweiten oder der dritten Windhose.

    Zeigen Sie Rückgrat und Stabilität. Ihre Mitarbeiter werden dies schätzen und wissen, Sie können sich auf Sie verlassen.

    Wie glaubwürdig sind Sie?

    Bestimmt kennen Sie das auch: fast jeder hat dies im Unternehmenskontext bereits erlebt:

    Führungskräfte versprechen etwas und halten sich nicht dran.

    Wie wir alle wissen, liegt das häufig nicht an den Führungskräften selbst. Sehr häufig gibt es Umstände, die es ihnen eben nicht ermöglichen, die Zusagen, die sie an Mitarbeiter gemacht haben, auch einzuhalten.

    Aber per se sollte das nicht zu häufig passieren. Und falls es passiert sind Sie eine Erklärung schuldig.

    Denn wenn Sie sagen, Sie tun etwas, dann tun Sie es bitte auch!

    Wenn Sie etwas gesagt haben, dann halten Sie sich daran.

    Wenn Sie Ihrem Team sagen, Sie kümmern sich um etwas, dann kümmern Sie sich bitte auch darum.

    Seien Sie fürsorglich

    Lieben Sie Menschen? Oder sind Menschen für Sie nur Mittel zum Zweck.

    Falls das zweite zutrifft würde ich Ihnen empfehlen keine Führungsrolle zu übernehmen.

    Nicht zuletzt ist es so, dass Mitarbeiter Unternehmen verlassen wegen ihrer Führungskraft.

    Und war aufgrund schlechter Führung. Das ist das Resultat von Studien, insbesondere der Gallup Studien Jahr für Jahr.

    Ich habe übrigens auch Führungskräfte erlebt, die zwar behaupten sie lieben Menschen und so tun, als würde ihnen alles an den Mitarbeitern liegen. Aber ihre Taten sprechen nun mal eine andere Sprache. Meistens handelt es sich dabei um ausgeprägte Narzissten.

    Es braucht in der Führung auch Fürsorge. Es muss für Sie auch wichtig sein zu wissen, wie es Ihren Mitarbeitern geht. Wenn Mitarbeiter zu Ihnen kommen, hören Sie aktiv zu. Versuchen Sie zu verstehen, um was es ihnen geht. Wenn Mitarbeiter merken, dass sie Ihnen wichtig sind, können Sie sicher sein, dass diese auch gerne mit und bei Ihnen arbeiten. Selbst wenn einiges andere im Unternehmen vielleicht suboptimal läuft.

    Persönlicher Einstieg

    Es ist wichtig zu Beginn, am besten in den ersten Tagen Ihr erstes Team Meeting zu haben und sich Ihren Mitarbeitern vorzustellen und sich mitzuteilen.

    Wahrscheinlich werden Sie sich auch Ihren neuen Nachbarn vorstellen, wenn Sie irgendwo neu hinziehen. Das ist eine Frage von Respekt. Wenn Sie das nicht tun, werden Nachbarn über Sie anfangen zu tuscheln und ihre Vorannahmen über Sie anstellen. Das ist normal, das ist menschlich. So ist das auch im Unternehmenskontext.

    Mitarbeiter haben ein Recht darauf zu erfahren wer Sie sind und weshalb Sie nun diese Rolle ausfüllen.

    Wer sind Sie? Was sind Ihre Erfahrungen? Warum tun Sie was Sie tun?

    Sagen Sie durchaus auch, dass Sie noch nicht alles wissen und auf die Unterstützung Ihres Teams angewiesen sind. Stellen Sie Fragen.

    Ich würde Ihnen übrigens nicht empfehlen zu offerieren, dass Ihre Tür immer offen steht.

    Sondern teilen Sie mit, dass es Ihnen wichtig ist mit jedem einzelnen Mitarbeiter ins Gespräch zu gehen und Sie daher mit jedem ein persönliches Gespräch haben werden.

    Tratsch ist verboten

    Last but not least will ich heute noch einen 6. Punkt ansprechen, der mir wichtig ist und den ich häufig als sehr unterbelichtet in der gesamten Management Literatur und Diskussion wahrnehme.

    Gerade vor kurzem habe ich es erlebt, dass eine Führungskraft mir von einem Meeting berichtet hat und wir haben gemeinsam eine Lösung erarbeitet für eine Situation mit einem Mitarbeiter, der selbst eine Führungsrolle hat. Dabei kam auch zur Sprache, dass unter anderem die Mitarbeiter in diesem Meeting – alle übrigens in Abteilungsleiterfunktionen –  gerne negativ über andere Betriebseinheiten im Unternehmen sprechen.

    Es liegt auf der Hand, dass dies nicht gerade lösungsorientiert ist. Und auch keine Lösungen bringt. Ganz im Gegenteil, das vergiftet weiter das Klima. Erst weil ich das Thema dann aufgegriffen hatte und hinterfragt habe, hat die Führungskraft für sich erkannt, dass sie hier anders vorgehen muss.

    Tratschen, böses Gerede über andere ist ein No Go. Das dürfen Sie nicht zulassen. Und natürlich auch nicht selbst tun bzw. nicht darauf eingehen.

    Nicht nur dass es ein Zeit- und Energiefresser ist. Es wird sich nichts in eine gewünschte Richtung bewegen. Denn das zementiert eine Gegenposition und die „anderen „sind nun mal die Bösen.

    Reden Sie nie schlecht über andere, egal über wen. Reden Sie auch nicht schlecht über Ihren Vorgänger. Und akzeptieren Sie auch kein schlechtes Gerede von Ihren Mitarbeitern. Nicht über andere im Unternehmen und genauso wenig über Kunden. Sie reduzieren damit das Gift im Unternehmen.

    Vermutlich wird sich Gossip nie ganz eliminieren lassen. Aber Sie können Ihren Beitrag dazu leisten.

    30 Minuten für Ihre Persönlichkeit - Kostenlos

    100% kostenfrei & unverbindlich

    Kommentar verfassen

    Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    three × 2 =

    Scroll to Top