auszeit nehmen - Sabatical tipps

Sechs gute Gründe, eine Auszeit vom Job zu nehmen

Wann haben Sie sich zum letzten Mal ein Sabbatical oder persönliches Retreat gegönnt? Wenn Sie nun “Ist schon eine Weile her” oder gar “Noch nie!” antworten, ist dieser Artikel für Sie.

Immer wieder sagen mir Menschen, sie könnten nicht einfach eine Auszeit nehmen. Sie wären schließlich angestellt. Oder selbstständig. Je nachdem … Jeder findet seine eigene excuse. Tatsächlich aber ist es gut und wichtig, sich ab und an aus dem Alltag zurückzuziehen. Dabei geht es nicht darum, mehrere Monate lang nichts zu tun, sprich die Leichtigkeit des Seins zu genießen (obwohl das natürlich auch schön sein kann). Vielmehr geht es darum, dass Sie die Zeit nutzen, um sich mit sich selbst zu beschäftigen, den eigenen Standort im Leben zu überdenken, sich neue Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen oder auch kreativ neue Ideen zu entwickeln.

Sechs gute Gründe, eine Auszeit zu nehmen

Laut einer Forsa-Umfrage würden sich 38 Prozent der Deutschen gern eine Zeit lang aus dem Berufsleben zurückziehen. Die Gründe dafür sind vielfältig:

Auszeit nehmen – Auszeiten sind gut für Ihre Gesundheit

Dass anhaltender Stress nicht gut für das Wohlbefinden ist, ist mittlerweile weithin bekannt. Mehr noch: Permanente Anspannung und ein zu hohes Arbeitspensum können sowohl physische als auch psychische Krankheiten begünstigen. In einer Umfrage der ARAG gaben zum Beispiel 50 Prozent der Befragten an, durch ein Sabbatical einen Burnout überwinden oder vorbeugen zu wollen.

Manchmal reichen Wochenenden und Urlaub nicht mehr aus, um neue Energie zu tanken. Spätestens dann sollten Sie über eine bewusste Auszeit nachdenken – Ihrer Gesundheit zuliebe!

In einem Sabbatical können Sie Ihre aktuelle Situation reflektieren und neue Perspektiven finden

Wo stehen Sie gerade in Ihrem Leben? Erfüllt Ihr Job Sie? Was fehlt Ihnen, um glücklich zu sein? Was wollen Sie in nächster Zeit erreichen? Solche Fragen gehen im häufig überladenen Alltag schnell unter. In einem Sabbatical oder Retreat können Sie in Ruhe überlegen, ob Sie noch auf einem für Sie passenden Weg sind oder eventuell eine Kursänderung nötig ist.

Mit Ruhe und ein wenig Abstand können Sie neue Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben

Eine Auszeit vom Job muss nicht heißen, dass Sie gar nichts tun. Wie wäre es mit einem Sprachkurs oder einer Fortbildung, zu der Sie sonst nie kommen? Das bringt Sie letztlich auch beruflich voran.

Auszeiten eignen sich perfekt, um neue Projekte anzugehen

Sie haben schon seit Jahren Lust, Gitarrenunterricht zu nehmen? Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren? Oder vielleicht ist Ihnen danach, eine neue Geschäftsidee auszuprobieren? All dies und mehr können Sie tun, wenn Sie sich ein wenig Zeit für sich nehmen.

Sie bekommen die Möglichkeit, neue Länder und Kulturen kennenzulernen

Während Ihres Sabbaticals können Sie überall hin. Nutzen Sie das, um neue Länder zu bereisen, Einblicke in fremde Kulturen und Lebensweisen zu erhalten, internationale Kontakte zu knüpfen und Ihre Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern. Beruflich wie privat kann Ihnen das nur nützen.

Müßiggang tut der Seele gut

Wieso muss eigentlich immer alles einen rationalen Grund haben? Vielleicht sehnen Sie sich danach, einfach mal wieder stressfrei das Leben zu genießen, ein paar Bücher zu lesen oder sich einen besonderen Wunsch von Ihrer Bucket-Liste zu erfüllen. Auch das ist völlig in Ordnung!

Was sind Sabbaticals?

Eine Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen, sind Sabbaticals und Retreats.

Das Wort “Sabbatical” stammt ursprünglich vom hebräischen “šabat”. Das bedeutet “innehalten”. In der Bibel heißt es, im siebten Jahr sollten Äcker ruhen und Sklaven freigelassen werden. Sie bekommen quasi eine Verschnaufpause zugesprochen.

Heute versteht man unter einem Sabbatical eine berufliche Auszeit von bis zu einem Jahr. Viele Menschen tauchen aber auch nur für zwei bis drei Monate ab – oder noch kürzer. Das können Sie flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen. So oder so verschafft Ihnen ein Sabbatical die Möglichkeit, anderen Projekten nachzugehen, sich einer persönlichen Standortbestimmung zu widmen oder sich zu erholen.

Das Gute: Ein Sabbatical können Sie mit Ihrem Arbeitgeber zusammen planen. Statt unbezahlten Urlaub zu nehmen, können Sie zum Beispiel durch Überstunden ein Zeitguthaben ansparen. So erhalten Sie auch während Ihrer Auszeit ein Gehalt. Eine andere Möglichkeit ist es, für eine gewisse Zeit auf einen Teil des Lohns zu verzichten. Während des Sabbaticals wird Ihnen dann der Rest des Geldes ausgezahlt. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Arbeitgeber einverstanden ist.

Was sind Retreats?

Das Wort “Retreat” bedeutet “Rückzug”. Es ist vor allem der achtsamen Selbstwahrnehmung gewidmet. Sie gewinnen Abstand vom Alltag, spüren in sich hinein, loten Ihre Gefühle und Bedürfnisse aus und setzen neue Ziele. Anschließend kehren Sie gestärkt und mit frischem Mindset in Ihren Job zurück.

Ein Retreat ist besonders für Sie geeignet, wenn Sie

  • wegen der permanent hohen Anforderungen auf Arbeit eine Auszeit brauchen,
  • sich auf persönliche Herausforderungen vorbereiten möchten,
  • sich fragen, ob Sie in Ihrem Leben Veränderungen einleiten sollen oder
  • wenn Sie sich endlich Zeit nehmen wollen, um sich mit vollem Fokus einem bestimmten Thema zu widmen

Ein Retreat für Führungskräfte werde ich noch dieses Jahr organisieren. Der Fokus in diesem Retreat liegt auf den Themen Standortanalyse und Selbstführung. Wenn Sie sich nach einer Auszeit sehnen und sich von diesen Themen angesprochen fühlen, schauen Sie doch mal auf meiner website vorbei (www.christianebarho.com).

Praxisbeispiel: So können Auszeiten aussehen

Ich persönlich gönne mir regelmäßig Sabbaticals. Weshalb? Weil ich irgendwann mal festgestellt und beschlossen habe, dass dies gut für meine Psychohygiene ist und ich jedes Sabbatical als persönliche Bereicherung empfinde.

Einmal habe ich zum Beispiel drei Monate in Havanna und Trinidad verbracht. Nicht nur, um dolce far niente zu genießen (aber klar, das auch). Mein Fokus lag darauf, in die Kultur „einzutauchen“ und endlich mal wieder für längere Zeit Spanisch zu sprechen. Außerdem hatte ich es mir zum Ziel gesetzt, im Salsatanz gut zu performen und nahm dafür kontinuierlich Einzelunterricht. Eines meiner Themen auf der Bucket-List: Living in Havanna. Done.

Ein anderes Mal habe ich drei Monate in New York gelebt. Das bedeutete für mich: jeden Morgen erst durch den Central Park joggen. Herrlich! Und im Anschluss in die film academy. Denn das war mein „WHY“. Ich schenkte mir eine Crash-Ausbildung in Schauspiel und fühlte mich bei allem was ich tat wie eine waschechte New Yorkerin.

Beide „kleine“ Sabbaticals haben mich ein ganzes Stück vorangebracht. Auf der einen Seite sind da meine wunderbaren, einzigartigen Erlebnisse, die auch meinen Blick auf die Welt verändert haben und die ich so schnell nicht vergessen werde. Auf der anderen Seite steht die persönliche Weiterentwicklung. Ich habe auch zuvor gerne auf Spanisch gearbeitet. Seit meiner Auszeit in Havanna noch mehr. Und meine Schauspielkenntnisse sind mir in vielen Workshops hilfreich, um didaktisch das Energielevel oben zu halten. Last but not least: Interkulturelle Insights zu erhalten war und ist für mich eine ….. never ending love story.

Und? Wie soll Ihre nächste Auszeit aussehen?

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