Leadership & Management: was ist der Unterschied und ist das wichtig?

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    Der Begriff “Leadership” ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden – auch im deutschsprachigen Raum. Doch was es damit genau auf sich hat, darüber scheiden sich nach wie vor die Geister. In diesem Artikel will ich Ihnen einen Einblick geben, welche Definitionen von Leadership es heute gibt, wieso Leadership nicht mit Management verwechselt werden darf und warum es für Unternehmen so wichtig ist, gute Führungskräfte mit Leadership & Management Kompetenzen zu finden.

    Woher kommt der Begriff “Leadership”?

    Das Wort “Leadership” kommt aus dem Englischen. Wörtlich übersetzt bedeutet es “Führung”, aber ganz so einfach ist es nicht.

    Zum einen ist da die Tatsache, dass die Begriffe “Führung” und – insbesondere – “Führer” in Deutschland negativ konnotiert sind. Das hängt mit der deutschen Geschichte zusammen.

    Vor allem aber ist “Leadership” ein Wort wie “Freiheit” oder “Gleichberechtigung”: Jeder versteht darunter etwas anderes. Genau deshalb schauen wir uns seine verschiedenen Deutungsmöglichkeiten einmal näher an.

    Was ist Leadership? – Drei Definitionen

    Im Unternehmensalltag wird Leadership gern mit Führungspositionen in Verbindung gebracht. Das ist auch nicht direkt falsch, aber diese Sichtweise umfasst doch nicht das komplette Ausmaß von Leadership. Auch Mitarbeiter ohne Weisungsbefugnis können Leader sein, da sind sich die führenden Leadership-Experten einig.

    Der Ökonom Peter Drucker definierte Leadership 1996 wie folgt:

    “1. The only definition of a leader is someone who has followers. […]

    1. An effective leader is not someone who is loved or admired. He or she is someone whose followers do the right things. Popularity is not leadership. Results are.
    2. Leaders are highly visible. They therefore set examples.
    3. Leadership is not rank, privileges, titles, or money. It is responsibility.”

     Ich habe die Stellen markiert, die ich insbesondere in der heutigen (auch politischen) Debatte für besonders wichtig halte.

    Demnach ist ein Leader also jemand, der Anhänger hat, die ihm freiwillig folgen und sich damit von Untergebenen unterscheiden. Ein Leader übernimmt Verantwortung, erzielt Ergebnisse und nutzt seine Sichtbarkeit, um seine Werte und Überzeugungen beispielhaft vorzuleben.

    John P. Kotter, Professor für Führungsmanagement an der Harvard Business School, sieht in Leadership noch eine weitere Dimension: die Zukunft. In seinem Buch Leading Change von 2012 schreibt er:

    Leadership defines what the future should look like, aligns people with that vision, and inspires them to make it happen despite the obstacles.”

    Kotter geht davon aus, dass ein Leader eine genaue Vorstellung davon hat, wie die Zukunft aussehen soll, andere von dieser Mission begeistert und sie dazu inspiriert, die gemeinsamen Ziele entgegen aller Widerstände zu erreichen.

    Und dann ist da schließlich noch die Ansicht des bekannten US-amerikanischen Managers Jack Welch. In seinem Buch Winning von 2005 hält er fest:

    Before you are a leader, success is all about growing yourself. When you become a leader, success is all about growing others.”

    Bei Leadership geht es Welch zufolge also auch darum, anderen zum Wachstum zu verhelfen statt sich selbst. Allerdings ist es zunächst einmal Grundvoraussetzung selbst innerlich zu wachsen und persönlich zu entwickeln.

    Leadership und Management – zwei ganz unterschiedliche Ausrichtungen

    Wahrscheinlich merken Sie jetzt schon, wie komplex das Konzept Leadership ist. Noch interessanter wird es, wenn wir es uns in Abgrenzung zum Begriff “Management” ansehen.

    Ein Leader arbeitet an den Visionen des Unternehmens, steuert gezielt auf die Zukunft zu, formuliert klare Ziele, legt Strategien fest und optimiert Prozesse. Vor allem aber wirkt er eng mit seinen Mitarbeitern zusammen, informiert, diskutiert, motiviert und inspiriert.

    Ein Manager ist weniger mit den Menschen als mit den Vorgängen im Unternehmen befasst. Er kümmert sich um die Verwaltung, die Verteilung von Ressourcen und Budget, das Risikomanagement sowie um die Analyse und Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen und Projekte.

    Sowohl Management als auch Leadership sind in Unternehmen von großer Relevanz, erfordern aber unterschiedliche Kompetenzen. Ein Manager benötigt vor allem organisatorische und analytische Fähigkeiten. Ein Leader hingegen muss sich einfühlen, andere mitreißen und inspirieren können. Bedeutender Teil seines Handwerkszeugs ist die Kommunikation.

    Selten vereint eine Person all diese Fähigkeiten im gleichen Maß. Es lohnt sich deshalb, Führungskräfte mit Leadership Entwicklung zu unterstützen. Wie Sie in diesem Blogartikel über die positiven Auswirkungen von Führungskräfte-Coachings nachlesen können, wirkt sich das nicht nur positiv auf die Führungskraft selbst aus, sondern auch auf die Mitarbeiter und die gesamte Unternehmenskultur.

    Zusammenfassung: Die wichtigsten Aspekte von Leadership

    Egal ob technologische Innovationen, Globalisierung oder Digitalisierung: Unternehmen stehen heute vor anderen Herausforderungen als noch vor 15 Jahren.

    Um mit der sich ständig wandelnden Welt mithalten zu können, braucht es ein gutes und effizientes Management.
    Aber nur, wenn auch das Leadership überzeugt, tragen Mitarbeiter nötige Veränderungen guten Mutes mit und bringen sich mit all ihrer Leidenschaft in das Unternehmen ein.

    Leadership sollte daher die folgenden Aspekte vereinen:

    1.   Vision

    Ein Leader hat eine klare Vorstellung, wie die Zukunft seiner Meinung nach auszusehen hat und welche Etappen auf dem Weg zum Ziel erreicht werden müssen. Nur so kann er das Team begeistern und dessen Fähigkeiten sinnvoll bündeln.

    2.   Empathie

    Große Ziele gehen oft mit Veränderungen und Herausforderungen einher. Ein Leader kann sich gut in andere einfühlen, Probleme und Bedenken verstehen und Lösungsansätze anbieten. Er behandelt seine Anhänger wertschätzend und nimmt sie ernst.

    3.   Kreativität

    Ein Leader ist in der Lage, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren. Er schafft außerdem eine Umgebung, in der jedes Team-Mitglied seine volle Leistung abrufen kann.

    4.   Anspruch

    Ziele werden natürlich nicht durch Streicheln und gemütliches Kaffeetrinken erreicht. Ein Leader hat hohe Ansprüche und fordert seine Mitarbeiter, damit das gemeinsame Ziel erreicht werden kann.

    5.   Motivation

    Ein guter Leader ist Meister der Kommunikation. Er kann seine Vision und seine Ideen mitreißend darstellen, Mitarbeiter effektiv motivieren und zu Bestleistungen anspornen.

    6.   Support

    Einem Leader geht es nicht darum, seine Ziele nur um seinetwillen zu erreichen. Er sieht das große Ganze, fördert sein Team und tritt auch mal einen Schritt zurück, um Mitarbeitern den Raum zu geben, sich zu entfalten.

    7.   Führung

    Last but not least übernimmt ein Leader natürlich auch klassische Führungsaufgaben. Er leitet seine Mitarbeiter an, trifft Entscheidungen und fungiert als Vorbild.

    Ein zukunftsorientiertes Unternehmen braucht beides: Leadership und Management.

    Ich habe durchaus auch viele wunderbare Führungskräfte kennenlernen dürfen, die sowohl Manager- als auch Leadership-Skills haben. Auch das gibt es und das ist gut so.

    Gerne unterstütze ich Sie beim Thema Führungskräfte Entwicklung.

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