Extrovertiert und introvertiert

Die Bezeichnungen Extrovertiert und Introvertiert werden von vielen falsch verstanden und daher Verhaltensweisen auch falsch interpretiert.

Die Unterscheidung zwischen extro- und introvertierten Menschen ist eine der wichtigsten, wenn wir über Persönlichkeit sprechen. Diese geht auf Carl Gustaf Jung zurück. In fast jedem Persönlichkeitstest gehören diese Unterscheidungen dazu.

Das Empfinden von Extrovertierten ist eher nach Aussen gerichtet. Wir sprechen dabei von Präferenzen, dh. jemand kann entweder sehr stark oder eher wenig extrovertiert sein.

Das bedeutet, dass diese Menschen sich eher an äußeren Dingen orientieren. Extrovertierte schöpfen ihre Energie aus zwischenmenschlichen Interaktionen.

Bei Introvertierten ist das Gegenteil der Fall: sie beziehen ihre Energie aus ihrem Inneren. Sie brauchen auch nicht den permanenten Austausch mit anderen. Ganz im Gegenteil. Zuviele Interaktionen kosten unnötige Energie.

Das Klischee besagt häufig, dass Extrovertierte die Partylöwen seien. Das wird wohl auch eher der Fall sein, als dass Sie einen Introvertierten als Partylöwen sehen. Über Introvertierte gibt es häufig die Vorannahme, sie seien schüchtern. Das ist allerdings nicht zutreffend. Introvertierte brauchen einfach nur mehr Zeit, um sich zu öffnen. Sie reden auch erst dann, wenn sie zu Ende gedacht haben.

Wer konstruktiv und lösungsorientiert mit anderen arbeiten möchte, tut gut daran, seine Vorannahmen über Extro- und Introversion zu überprüfen.

Dabei ist es wichtig für beide, die jeweiligen Komfortzonen zu verlassen.

Für den Extrovertierten heißt das z.B. unter anderem: einfach mal weniger reden und stattdessen zuhören.

Für den Introvertierten hingegen bedeutet das: einfach mal zügiger in die Kommunikation zu gehen und nicht nur zuzuhören.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier in dieser Podcast Folge „Introvertiert und erfolgreich? Ja klar!“

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