Work Life Balance

Der Begriff der Work Life Balance ist schon einige Jahre alt und würde kreiiert von Nossrat Peseschkian, den ich selbst noch persönlich kennenlernen durfte.

Damit wurde dieses Balance Modell zum Herzstück der Positiven Psychotherapie.

Im Kern geht es bei diesem Modell um die Annahme, dass wir unser Leben grob in vier große Lebensbereiche aufteilen können. Diese Lebensbereiche beeinflussen unsere Zufriedenheit, unser Selbstwertgefühl und wie wir mit uns und unserem Umfeld umgehen.

Eine Balance der Lebensenergie in die vier Bereiche Leistung, Körper, Kontakte, Sinn betrachtet Nossrat Peseschkian als gute Voraussetzung für unsere Gesundheit und Widerstandsfähigkeit.

In den letzten Jahren wurde der Markt sprichwörtlich überschwemmt mit Publikationen und Vorträgen zur Work Life Balance.

Dabei geht es immer darum, sich nicht von seiner Arbeit komplett bestimmen zu lassen. Einen Ausgleich zu schaffen. Und eben die anderen Bereiche zu beachten und entsprechend seine Zeit und Energie aufzuteilen.

Wie so viele andere Theorien auch gibt es hier beim Thema Balance auch so manche Stilblüten, die übers Ziel hinausgeschossen sind.

So manche Autoren im Netz beschreiben dann schon mal den Lebensbereich „Arbeit“ als etwas Böses, etwas, das zu verurteilen ist und dafür muss man einen Ausgleich schaffen.

Mit anderen Worten: das eigentliche Leben findet dann nur außerhalb der Arbeit statt. Das ist ein kritisches und gefährliches Mantra und kann nicht erfüllend sein.

In meiner langjährigen Erfahrung als Sparringspartner mit meinen Kunden kann ich bestätigen, dass das Modell von Peseschkian (das übrigens von vielen wie Lothar Seiwert u.a. ähnlich bezeichnet wird) Gültigkeit hat und für viele eine gute Orientierung gibt.

Auch wer seiner Arbeit mit großer Freude und Leidenschaft nachgeht, braucht andere Bereiche. Wieviel Energie und Zeit jeweils in die unterschiedlichen Bereiche fließt, das ist für jeden Menschen unterschiedlich und muss individuell bestimmt werden.

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