Führungskräfte Coaching

3 Gründe warum Führungskräfte Coaching so wichtig ist

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    „Warum“ ist das zentrale Wort für so viele Dinge. Warum ist die Welt so wie sie ist? Warum scheint im Moment die Welt Kopf zu stehen? Mit Blick auf solch immensen weltbewegenden Fragen scheint die Frage auf den ersten Blick: Warum ist Führungskräfte Coaching so wichtig sehr banal zu sein. Oder?

    Dabei ist Führungskräfte Entwicklung relevant für ein Unternehmen, für die Mitarbeiter, für die Führungskraft selbst und last but not least für die gesellschaftliche Entwicklung.

    Weshalb das so ist, will ich hier im folgenden einmal touchieren.

    Zunächst einmal: Was genau ist denn die Definition von Führungskräfte Coaching?

    Coaching ist per se keine Beratung und kein Training, wenngleich der Coach auch den Hut des Beraters oder Trainers aufziehen mag, wenn das zielführend ist.

    Der Coach agiert als Sparringspartner für die Führungskraft um Führungskompetenzen zu entwickeln und um Unterstützung zu geben für aktuelle Fragestellungen im Führungsalltag.

    Warum ist das wichtig? Coaching für Führungskräfte ist mittlerweile in den meisten Unternehmen selbstverständlich. Wie ich bereits in meinem vorherigen Blog zu diesem Thema beschrieben habe, dient es der Selbstklärung und Selbstentwicklung, der Rollenklärung und der Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz.

    Vorweg: es gibt kein „one size fits all“. Im Führungskräfte Coaching arbeitet man immer individuell mit der jeweiligen Führungsperson. Jeder Mensch ist ein Individuum und muss für sich seinen eigenen Stil finden, auch als Führungskraft.

    Ich freue mich sehr darüber, dass ich in meiner langen Coachingtätigkeit zahlreiche Führungskräfte darin begleiten durfte, zur besten Version ihrer selbst zu werden.

    Ich habe mich zudem immer gefreut, Führungskräften zu begegnen, deren Führungsstil klar und konsistent war.

    In meinem „vorherigen Leben“ hatte ich unter anderem für einige Jahre einen CEO erleben dürfen, der zwar patriarchalische Züge hatte, quasi wie eine „Vaterfigur“, im strengen aber auch im fürsorglichen Sinn. Im Unternehmen wurde er respektiert und geliebt wie kein anderer und Fluktuation gab es einfach nicht. Es gibt nun mal nicht nur ein mögliches Modell.

    Warum ist Führungskräfte Coaching wichtig – ich zäume hier mal das Pferd von hinten auf:

     

    1)   Ein Führungskräfte Coaching hat positive Auswirkung auf die Unternehmenskultur

    Die Geschichte hat uns gelehrt, dass wir in einer hoch entwickelten Kultur außerordentliche Leistungen produzieren. Daher ist es so wichtig, dass Unternehmen darauf achten, dass ihre Führungskräfteauswahl den Kriterien entspricht, die einer werte- und zukunftsorientierten Strategie entspricht.

    Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass Führungskräfte darin gefördert werden, ihre Persönlichkeiten zu entwickeln, um ihre Leistungs- und Lebenskraft mit Freude ins Unternehmen zu investieren.

    Beide Themen sind Fokusthemen in meiner Arbeit mit Unternehmen. Wie Führungskräfte agieren, ist maßgeblich für Mitarbeiterzufriedenheit und für das, was als Unternehmenskultur erlebt wird.

    Unternehmenskultur ist ein kritischer Erfolgsfaktor und wird heute zu Recht mehr denn je als „kriegsentscheidendes“ Element betrachtet: für den Arbeitsmarkt, für den shareholder value, für den Employer Brand und hat Wirkung nach Aussen sowie nach Innen auf Mitarbeiter und Führungskräfte.

    Wie definiert sich eine Unternehmenskultur?

    Sie kennen das vermutlich: Sie kommen in eine Organisation und „spüren“ bereits in den ersten Minuten, „wie man dort tickt.“

    Welche Atmosphäre erleben Sie? Dies beginnt bereits, wie Sie an der Rezeption empfangen werden. Was erleben Sie danach auf dem Weg zum Besprechungszimmer? Werden Sie auf den Gängen begrüsst, erhalten Sie vielleicht ein Lächeln? Wie ist der Umgang im Meeting?

    Um es etwas konkreter zu machen: eine Unternehmenskultur besteht aus einem Konglomerat an Werten und ungeschriebenen (und häufig unbewussten) Erwartungen, Do´s & Don´ts:

    • Regeln – die offiziellen und die inoffiziellen
    • Rituale
    • Symbole
    • Kommunikationsverhalten
    • Typische Geschichten und Situationen
    • Wer sind die „Helden“
    • Was muss man tun um zu „scheitern“

    Diese und weitere Aspekte beschreiben den Kontext einer Organisationskultur.

    Die oben genannten Aspekte können insbesondere von den Führungskräften vorgelebt werden, und natürlich gilt die besondere Beachtung hier dem oberen Management. Welche Werte und welche Haltung wird hier gelebt.

    Letztlich sind alle Mitarbeiter, einzeln und gemeinsam für die Kultur eines Unternehmens verantwortlich. Eine entscheidende Rolle spielen jedoch Führungskräfte. Kulturelles Vorleben und kulturelle Ausgestaltung sind Themen, die nicht delegierbar sind.

    2)   … und hat positive Auswirkung auf die Mitarbeiter

    Fragen Sie sich doch einmal selbst: Wie ist das bei Ihnen? Arbeiten Sie gerne in Ihrem Unternehmen? Arbeiten Sie gerne mit Ihrem Vorgesetzten? Haben Sie den Eindruck „gesehen“ zu werden? Werden Sie gefördert und gefordert? Wenn ja, dann gehören Sie zu den eher glücklichen Mitarbeitern.


    Wie das Gallup Institut Jahr für Jahr gerne berichtet, sieht es mit der Mitarbeitermotivation ansonsten nicht so gut aus. Wenn Sie mehr zum Thema Mitarbeitermotivation erfahren wollen, erfahren Sie dazu mehr in meinem Blogbeitrag Mitarbeiter motivieren

    Dass ein Führungskräftecoaching auch eine positive Auswirkung auf die Mitarbeiter hat, liegt auf der Hand. Als Führungskraft haben Sie nun eine hohe Awareness über sich selbst, ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen sind optimiert (zumindest sollte das so sein) und Sie wissen nun einfach so viel mehr über den „Faktor Mensch“ in ihrer Führungsarbeit, dass Mitarbeiterzufriedenheit damit einhergeht. 

    Was ist die Auswirkung eines Führungskräfte Coachings auf die Mitarbeiter:

    • Führungskräfte treffen Entscheidungen zeitnah und halten sich auch daran
    • Führungskräfte kommunizieren transparent wo es notwendig ist
    • Führungskräfte sind nahbar und offen in der Kommunikation
    • Führungskräfte geben klares UND wertschätzende Feedback
    • Führungskräfte steuern da, wo es notwendig ist
    • Führungskräfte sehen ihre Mitarbeiter als Individuen

      UND DADURCH:

    • fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt und wahrgenommen in ihren Bedürfnissen
    • sind Mitarbeiter motiviert und es ist nun mal so: effizienter in dem was sie tun
    • reden Mitarbeiter gerne über ihren Job und ihren Arbeitgeber
    • entwickeln sich Mitarbeiter weiter

    Führung heißt nicht umsonst Führung und es geht auch in unserem digitalen und agilen Zeitalter immer auch um Themen der Steuerung und auch um klare Entscheidungen, die von Führungskräften getroffen werden müssen. Das holokratische Prinzip ist interessant und viele Aspekte auch wertvoll für die Umsetzung, aber Stand heute in meiner Wahrnehmung nicht umsetzbar für unsere Unternehmenswelt im deutschsprachigen Raum und schon garnicht für die Schwergewichte in der Unternehmenswelt.  

    Ich habe hohen Respekt vor vielen Führungskräften, die gerade heutzutage speziell in der so wichtigen Autoindustrie aber auch anderen Branchen, vor enormen Herausforderungen stehen. Ich habe auch Verständnis dafür, wenn eine Führungskraft bei diesem Druck als Priorität nicht immer die Mitarbeitermotivation vor Augen hat. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass auch Mitarbeiter ihre Vorgesetzten unterstützen und nicht nur Erwartungen haben. Zu häufig ist dies eine sehr einseitige Betrachtungsweise. 

     

    3)   Last but not least: auf die Führungskraft

    Der Erwartungsdruck auf Führungskräfte ist hoch. Es gibt Erwartungen von allen Seiten und dabei sollen Führungskräfte doch bitte auch noch motivierend sein. Wie können Führungskräfte ihre Mitarbeiter unterstützen, wenn sie möglicherweise selbst keine Unterstützung in ihrer Tätigkeit bekommen?


    Das Thema Führungskräfte Coaching hat sich irgendwann als Personalentwicklungsinstrument etabliert. Meistens greifen dann die Unternehmen darauf zurück, wenn eine Führungskraft nicht mehr die volle Leistung erbringt und an einen Punkt gekommen ist, an dem die Demotivation der Führungskraft bereits ein Thema ist oder zumindest die Selbststeuerung oder Steuerung von Teams und Themen nicht mehr so ganz „funktioniert“.

    Mit anderen Worten: das darf/ soll dann der Coach richten. Hier muss man als Coach vorsichtig sein und natürlich das ganze System betrachten und schaun inwieweit hier einem Auftrag entsprochen werden kann.

    Unabhängig davon, aus welchen Gründen eine Führungskraft mit einem Coach zusammenarbeitet, das Ziel muss sein: die Führungskraft in den Driver Seat zu bekommen, den eigenen Selbstreflektionsgrad zu erhöhen, die Wahrnehmung über die Selbstwirksamkeit zu erhöhen und die eigene Selbstorganisation zu optimieren, aber natürlich auch die Emotionale Kompetenz zu steigern. Das ist der Mehrwert, den meine Coachees auch immer wieder zurückspiegeln.

    Ein Führungskräfte Coaching setzt immer genau da an, wo es notwendig ist. Um Situationen zu lösen, um Kompetenzen zu erweitern, und auch um die Führungskraft zu ermutigen.

    Und um die Thematik abzuschliessen: wer als Führungskraft gelernt hat Rollenvorbild zu sein und damit seine Mitarbeiter stärkt und seinen Arbeitgeber, der wird auch einen Beitrag leisten zu einer Gesellschaft, die zunehmend geprägt ist von abnehmendem Respekt, zunehmender Aggression und unüberlegten Handlungsimpulsen.

    Das kann nur hilfreich sein.

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