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Warum Zeitmanagement nicht ohne Selbstmanagement funktioniert

Die Zeit läuft. Und zwar viel zu schnell – oder? Fragen Sie sich manchmal, wann Sie bloß all die Aufgaben auf Ihrer To-do-Liste abarbeiten sollen? Verkürzen Sie Ihre Regenerationszeiten, weil Sie das Gefühl haben, noch mehr für Ihren Job tun zu müssen? Fühlen Sie sich überfordert? Haben Sie den Eindruck, dass Sie in der Ihnen zur Verfügung stehenden Zeit nicht allen gerecht werden können?

Nun: Damit haben Sie recht. Wir alle haben nicht genug Zeit, um immer jedem und allem gerecht zu werden. Was tun? Die vordergründige Antwort lautet: Zeitmanagement! Die tieferliegende: Selbst-Führung!

Was ich damit meine, will ich Ihnen im Folgenden erklären.

Was ist eigentlich Zeitmanagement?

Der Begriff “Zeitmanagement” bezeichnet alle Methoden, die dabei helfen, Aufgaben und Termine in einem bestimmten Zeitrahmen zu erledigen. Natürlich können Sie die Zeit an sich nicht managen. Sie vergeht immer gleich schnell, ganz egal, was Sie tun.

Trotzdem herrscht nach wie vor häufig die Annahme vor, bei Zeitmanagement gehe es nur darum, wie Sie konkret Ordnung in Ihre E-Mail-Flut bringen können. Und tatsächlich gibt es zu dem Thema einige Tipps und Tricks. Diese kratzen aber allzu häufig nur an der Oberfläche.

Eigentlich geht es beim Zeitmanagement vor allem um eines: sich selbst zu analysieren und besser zu führen.

Was bedeutet Selbst-Führung?

Wenn Sie sich selbst gut führen können, sind Sie zunächst einmal in der Lage, bewusst Ihre eigenen Gedanken und Gefühle wahrzunehmen. Im nächsten Schritt können Sie diese Emotionen und Gedanken auch regulieren und steuern.

Wenn Ihnen klar ist, welche Ihrer Emotionen und Gedanken auf welche Weise miteinander verknüpft sind, können Sie bei Bedarf reagieren, nachjustieren, Anpassungen vornehmen. Wenn Sie Ihre negativen Glaubenssätze kennen und wissen, wodurch sie ausgelöst werden, können Sie Ihnen etwas entgegensetzen. Sie lassen sich nicht länger durch jahrelang eingeübte Verhaltensmuster und kräftezehrende Gedankenspiralen lenken, sondern übernehmen ganz bewusst selbst die Führung über ihre Gedanken, Emotionen und Handlungen.

Als Resultat machen Sie sich weniger Druck. Sie kümmern sich besser um sich selbst und wissen die Zeichen Ihres Körpers zu deuten. Sie können Prioritäten setzen. Und, ganz wichtig: Sie wissen, dass Sie immer eine Wahl haben. Sie trauen sich, Nein zu sagen. Natürlich nicht ständig und überall, aber da, wo es nun mal notwendig ist. Sie setzen klare Grenzen und verteidigen sie.

Durch eine gute Selbst-Führung fühlen Sie sich zufrieden und entspannt, auch in schwierigen Situationen. Sie tun damit nicht nur Ihrem Zeitmanagement etwas Gutes, sondern Ihrer gesamten Lebensführung.

Der erste Schritt zur Selbst-Führung: Achtsamkeit

Die eigenen Emotionen und Gedanken bewusst wahrnehmen, beobachten und kontrollieren zu können, verlangt zunächst einmal Achtsamkeit. Die können Sie schulen, zum Beispiel durch Meditation, Yoga oder verschiedene Atemtechniken.

Wenn Sie Ihre Achtsamkeit regelmäßig und ausdauernd trainieren, werden Sie bald erstaunliche Effekte bemerken. Die Wirksamkeit von Achtsamkeitsübungen wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten wissenschaftlich bewiesen. Mögliche Auswirkungen sind unter anderem mehr Selbstliebe, eine gesündere Lebensweise, mehr Souveränität und natürlich die Kontrolle über Gedanken, die einen negativen Einfluss auf Sie haben.

Mehr Tipps zum Thema Selbst-Führung finden Sie in meinem Artikel “Dem Druck als Führungskraft nicht gewachsen?”.

Durch professionelle Unterstützung schneller ans Ziel

Festzuhalten bleibt: Wer nicht bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, kann seine Probleme im Zeitmanagement nicht erfolgreich überwinden. Unter “erfolgreich” verstehe ich dabei, gelassener zu sein, sich nicht mehr gehetzt und getrieben zu fühlen und klare Grenzen setzen zu können.

Klar, ein paar Tipps und Methoden können kurzfristig helfen. Letztendlich geht es aber darum, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, sozusagen “Leadership” für sich selbst. Das äußert sich dann natürlich auch darin, wie man mit seiner Zeit umgeht.

Wer also seine Arbeitsweise dauerhaft verändern und den Stresspegel ein für alle Mal senken will, sollte sich einmal richtig Zeit für die Selbstanalyse nehmen. Am schnellsten und effektivsten kommen Sie voran, wenn Sie sich Unterstützung bei einem Coach suchen.

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