FLOW

Das Flow-Erlebnis ist ein spezielles Phänomen der intrinsischen Motivation, das vor allem von Csikszentimihályi untersucht wurde. Bezeichnet wird damit der Zustand des gänzlichen Aufgehens in einer glatt laufenden Tätigkeit, die als angenehm erlebt wird und zu Zufriedenheit und freudvollem Erleben führt.

Auch wenn Mihály Csikszentimihályi als Vater der Flowforschung gilt, ist seine Theorie nicht ganz neu, denn schon Kurt Hahn (Erlebnispädagogik) und Maria Montessori beschrieben Anfang des 20. Jahrhunderts dieses Phänomen in ähnlicher Weise, wobei für sie Meister des Dahinfließens vor allem Kinder waren, die in ihrem Spiel völlig aufgehen können.

Woran Sie merken, daß Sie im Flow sind …

  • Handlungsanforderungen und Rückmeldungen werden als klar erlebt, so dass man jederzeit und ohne nachzudenken weiß, was jetzt zu tun ist.
  • Man fühlt sich optimal beansprucht und hat auch bei hohen Anforderungen das sichere Gefühl, das Geschehen noch unter Kontrolle zu haben.
  • Der Handlungsablauf wird als glatt erlebt. Ein Schritt geht flüssig in den nächsten über, als liefe das Geschehen gleitend wie aus einer inneren Logik ab (Flow).
  • Man muss sich nicht bewusst konzentrieren, vielmehr kommt die Konzentration wie von selbst (wie die Atmung).
  • Das Zeiterleben ist stark beeinträchtigt; man vergisst die Zeit und weiß nicht, wie lange man schon dabei ist. Stunden vergehen wie Minuten.
  • Man erlebt sich nicht mehr abgehoben von der Tätigkeit, sondern geht vielmehr komplett in der eigenen Aktivität auf (Verschmelzen von Selbst und Tätigkeit).

Gefühle, wenn man im Flow ist:

  • Man geht vollständig in dem auf, was man tut, ist fokussiert und konzentriert.
  • Ein Gefühl der Ekstase – außerhalb der alltäglichen Realität zu sein.
  • Große innere Klarheit – zu wissen, was getan werden muss und wie gut es gelingt.
  • Wissen, dass die Aktivität machbar ist, dass die Fähigkeiten der Aufgabe angemessen sind.
  • Damit verbunden Sorglosigkeit
  • Ein Gefühl der heiteren Gelassenheit, keine persönlichen Sorgen und das Gefühl, über die Begrenzungen des Ich hinaus­zuwachsen.
  • Zeitlosigkeit, auf die Gegenwart fokussiert, die Stunden vergehen wie Minuten.
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