Mentalhygiene

#8 Folge – Mentalhyiene – Was Eigenverantwortung mit Mentalhygiene zu tun hat

Was Eigenverantwortung mit Mentalhygiene zu tun hat

Hallo und wie immer herzlich willkommen zum podcast mit dem heutigen Thema:

Was Eigenverantwortung mit Mentalhygiene zu tun hat.

Die Welt steht Kopf,

Wir befinden uns laut offiziellen Angaben mitten in der zweiten Corona Welle.

Komplette oder teilweise Lockdowns in den verschiedensten Ländern dieser Welt.

Hinzu kommen vermehrt islamistische Attacken europaweit.

Soll oder kann man da entspannt sein?

Wie kann es sein, dass ich jetzt in Anbetracht von diesen besorgniserregenden Themen, die uns zu Recht beschäftigen, über Mentalhygiene sprechen will?

Ganz einfach deshalb, um es mal pauschal zu sagen: wenn wir uns verrückt machen, ist niemandem geholfen. Und wenn wir selbst nicht gut für uns sorgen, können wir auch schlecht in unserem Umfeld positiv wirken, geschweige denn unsere gesetzten Ziele weiterhin verfolgen.

Mentalhygiene bedeutet, dass wir darauf achten, welche Gedanken wir zulassen und dafür sorgen, dass negative Gedanken und die damit einhergehenden Emotionen nicht die Oberhand gewinnen. Ich stelle fest und es ist natürlich nicht verwunderlich, dass in der Phase, die wir grade durchleben, die Negativspirale an Gedanken sehr schnell aktiviert werden kann.

Kein Wunder: – DENN

  • es gibt zahlreiche Menschen die sich um die Zukunft sorgen

  • Viele arbeiten in Branchen, die vor enormen Veränderungen stehen und sie wissen nicht wie es für sie weitergehen kann

  • Zahlreiche Menschen haben ihren Job verloren und vielen anderen steht das bevor

  • Ich höre häufig, dass Kurzarbeit dazu geführt hat, dass die aktuelle Phase von vielen erlebt wird wie ein verlängerter Urlaub. Oder um Friedrich Merz zu zitieren: “Die Menschen dürfen nicht vergessen was es heißt zu arbeiten.“ Auch diese Version des Umgangs mit diesen Themen gibt es. Ein einseitiger Blick ist hier nicht zielführend.

  • Und es gibt die anderen, die sich hier nichts vormachen und denen klar ist, sobald die von der Regierung als Coronarezept verpasste und verlängerte Kurzarbeiterphase vorbei ist, werden viele in der Arbeitslosigkeit landen. Und das macht Angst.

  • Es gibt wieder andere, die große Hoffnungen verbinden mit der Digitalisierung und welche Segnungen dies für die Wirtschaft und auch die Gesellschaft haben kann

  • Hinzu kommen die ungewisse politische Situation, der Angst vor Terror.

Und weiter will ich die aktuell brennenden Themen auch nicht vertiefen. Wahrscheinlich merkst du schon, welche Anspannung sich alleine bereits beim Auflisten der Themen breitmacht.

Es gibt genügend Gründe, warum wir uns aufregen können, warum wir wütend sein können, warum wir uns sorgen können, oder auch Enttäuschung oder Trauer erleben.
Und es ist auch wichtig, dass wir diese Gefühle wahrnehmen und auch zulassen.
Wir sind ja keine Maschinen. Zum Glück nicht.

Es ist dann nur die Frage, wie weit wir zulassen, dass wir von diesen Gefühlen und Gedanken übermannt werden. Mit anderen Worten: wir dürfen nicht zulassen, dass uns Sorge und Panik im Griff haben, vielmehr geht es darum den klaren Blick zu behalten und eher mit Bedacht darauf zu achten, was jetzt tatsächlich getan werden kann.

Davon abgesehen:

Es ist ebenfalls wichtig, dass wir informiert sind über die Geschehnisse und ich möchte gerne jeden und jede dazu ermutigen, sich selbst und eigenverantwortlich ein Bild über Situationen und Themen zu machen. Ich erlebe nicht selten, dass Menschen nur einer Nachrichtenquelle folgen und dann gerne mal das wiederholen, was der jeweilige Kommentator dort zum Besten gab. D.h. ohne sich tatsächlich selbst eigenständig ein Bild von einer Situation gemacht zu haben. Das scheint mir sehr gefährlich zu sein.

Wir alle sind nicht nur soziale Wesen sondern auch politische Wesen und daher sind wir mitverantwortlich für das, was in unserer Gesellschaft geschieht und wohin wir uns entwickeln. Auch wenn wir schweigen sind wir mitverantwortlich an dem was passiert oder eben nicht passiert.

Auch das ist ein Teil von Selbstverantwortung und Verantwortung für die Gesellschaft.

Und nun will ich gerne das Thema mentale Hygiene besprechen.

Was ist es konkret und wie kannst du mentale Hygiene für dich in deinen Alltag einbauen.

Mentale Hygiene hat das Ziel, emotionale Stabilität aufrecht zu erhalten, negatives Verhalten zu verhindern und damit die Lebensqualität zu erhöhen.

Mentale Hygiene bedeutet sich selbst steuern zu können und ist damit ein Aspekt von Selbstführung.

Ein angemessener Umgang bzw. die Steuerung von Emotionen ist ein wichtiger Teil davon.

Diese Fähigkeit der Selbstregulierung ist übrigens ein Aspekt, den Daniel Goleman, Psychologieprofessor an der Harvard Universität, als Emotionale Kompetenz beschreibt. Sein Buch hierzu ist bereits 1995 erschienen und wurde zum Bestseller und darf in keinem Bücherregal fehlen.

Mentale Hygiene könnten wir auch als mental detox bezeichnen, damit liegen wir dann etwas mehr im Sprachtrend. Wobei ich unter mental detox noch einiges mehr verstehen würde, darauf komme ich in einem späteren podcast zurück.

Ich hab für heute 3 Aspekte ausgewählt, wie du in deinem Alltag für Mentalhygiene sorgst, damit du in diesen Zeiten gut aufgestellt bist:

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  • Als 1. Thema will ich dir Achtsamkeit nahelegen und mit ziemlicher Sicherheit ist der Begriff dir bereits begegnet. Und nein, das ist kein esoterisches Asseccesoire. Achtsamkeit ist eine Kompetenz, die uns befähigt zu einem bewussteren Umgang mit uns selbst und mit anderen. Achtsamkeit kannst du trainieren und wirst bereits nach einigen Wochen den Unterschied merken.

    Was genau tust du um das zu erreichen?

    Beispielsweise folgendes:
    Halte mehrmals am Tag inne. Vielleicht, falls es für dich sehr ungewohnt ist und dir schwierig erscheint: lass dich mit einem reminder in deinem Kalender daran erinnern. Vielleicht 3 – 5 Mal am Tag, das wäre ein guter Anfang um dies zu praktizieren und auf Dauer in deinen Alltag zu integrieren, sodass du danach auch keinen Reminder mehr brauchst.
    Jedes Mal wenn du innehälst, mach dir bewusst, was du grade tust. Lass deinen Blick bewusst schweifen im Aussen und auch nach Innen. Beobachte deine Gedanken. Nimm diese einfach nur wahr, aber bewerte sie nicht.


Und vor allem, lass diese vorbeiziehen und spring nicht auf jeden Zug auf. Denn das ist unsere Tendenz im Alltag. Beobachte sozusagen dich selbst bei dem was du gerade tust und was du gerade denkst. Nicht mehr und nicht weniger. Nimm deine Gedanken wahr, lass sie vorbeiziehen, aber lass dich nicht von ihnen dazu verführen, dich gedanklich und das bedeutet gleichzeitig emotional mit ihnen zu beschäftigen.

Es klingt banal. Wer damit beginnt, wird häufig feststellen, dass es manchmal eine ziemliche Herausforderung sein kann, sich darauf einzulassen.
Ich will dir auch nicht vorenthalten, welche Belohnung am Ende für dich wartet.
Wenn du diese Übung regelmässig, am besten täglich immer mal einbaust, dann wirst du bereits nach wenigen Wochen merken, du wirst insgesamt ruhiger, gelassener und kannst innerlich zu deinen Gedanken und Gefühlen auch eine Distanz einnehmen.
Und genau darum geht es. Sich nicht mit den Gedanken und Gefühlen zu identifizieren, sondern die Wahl zu haben. Sich seine Gedanken mit Abstand betrachten zu können.
Mit anderen Worten: du bist deinen Gedanken und Gefühlen nicht mehr ausgeliefert.
Wenn du hierzu mehr wissen magst: Es gibt zu diesem Themenbereich mittlerweile sehr viel an Literatur und auch im Netz.

  • Kommen wir zum zweiten Thema.
    Vielleicht kommt dir das sehr bekannt vor: viele starten den Tag mit denselben Routinen. Sobald der morgendliche Weckruf sie zum Aufstehen bringt, vielleicht ein Sprung aus dem Bett oder vielleicht eher ein langsames Aufstehen, der Gang zur Kaffeemaschine, unter die Dusche und für sehr viele ganz häufig der erste Griff zum smartphone.
    Erstmal checken, was ist passiert auf der Welt und welche Nachrichten kamen über Insta, what s app, twitter, facebook & co auf deinem smartphone an.
    Willkommen im täglichen Wahnsinn. Pardon. Aber genau das ist die Routine, die es zu unterbrechen gilt. Sehr viele werden dadurch auch erst so richtig wach.

Kennst du das auch? Du wirst beim Lesen von manchen Nachrichten schon wütend, bevor du eigentlich wirklich wach bist.

Mein Eindruck ist, dass viele geradezu schon süchtig nach diesen Gefühlen sind.

Aber wenn du in diesen podcast hörst gehörst du wahrscheinlich weniger zu dieser Sorte Mensch, sondern willst ernsthaft an deinen Routinen und Verhaltensmustern etwas tun.

Routinen am Morgen können sehr wohltuend sein und ein Gefühl von Stabilität geben. Umso mehr in einer Welt, die Kopf steht.
Der Griff zum Smartphone gehört nicht zu den Routinen, die uns guttun.
Denn damit liefern wir uns sofort der Aussenwelt aus, ohne überhaupt begonnen zu haben, mental in der realen Welt angekommen zu sein.

Daher: starte den Tag zunächst damit, dich mental auf den Tag einzulassen. Nimm dir erst einige Minuten Zeit für dich, um in Ruhe für dich anzukommen, 5-10 Min wären auf jeden Fall ein guter Anfang. Plane dir feste Zeiten ein um Nachrichten zu konsumieren. Aber tue dies nicht als erstes am Morgen.

Ob du morgens zunächst meditierst oder dich einfach mental auf den Tag einstimmst, ist dir überlassen.
Ich empfehle dir, dir morgens in deiner Einstimmung bereits zu überlegen, was du an diesem Tag einbauen kannst, um etwas zu haben worauf du dich freust.

Und natürlich ist es wichtig, dass du diese Selbstverpflichtung auch einhälst.
Jetzt stehen uns nicht jeden Tag viele verfügbare Zeitfenster für private Vorhaben zur Verfügung und dies kann jeden Tag anders ausschauen.

Vielleicht habe ich heute mittag nur eine halbe Stunde Zeit für mich. Dann plane ich beispielsweise eine halbe Stunde Spazieren ein, Natur und frische Luft sind immer gut um das Gehirn zu durchlüften. Wenn ich mehr Zeit habe vereinbare ich vielleicht einen Lunch mit jemandem, mit dem ich mich gerne austausche. Und falls ich garkein freies Zeitfenster habe oder mir alles zu eng getaktet wäre, plane ich für den Abend etwas Schönes ein.

  • Und damit komme ich auch zum dritten Aspekt. Was kannst du noch tun, um mental gut für dich zu sorgen. Als letzten Punkt für heute nimm dir jeden Abend vor, als kleine Routineaufgabe, 5 Min Reflektion darüber, ob du dich tagsüber an deine Vorhaben gehalten hast. Es ist auch sinnvoll, am späten Abend keine Nachrichten mehr zu sehen, oder zu hören.
    Insbesondere die letzte Stunde des Tages sollte schönen Dingen gewidmet sein. Dein Gehirn wird dich damit belohnen, dass du am nächsten Tag ausgeruht und mit Leichtigkeit in den Tag starten kannst.
    Und mach dir in der abendlichen Reflektion auch nochmal bewusst wieviele Dinge dir an diesem Tag gut gelungen sind. Wir wissen aus dem Bereich der Positiven Psychologie dass uns dies mental stärkt und zufrieden macht.

Und damit bin ich auch am Ende des heutigen podcasts angekommen.

Ich wünsche dir, dass du mit diesen Tips in dieser Zeit nicht kopflos wirst sondern emotional stabil durch diesen Wochen und Monate gehst.

Mit einem klaren und wachen Geist.

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