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#5 Folge – Raus aus dem Autopiloten (Komfortzone verlassen) und Rein in den Driverseat

Hallo und mal wieder ein herzliches Willkommen zu Deinem Boxenstop, diesmal zur 5. podcast Folge.

In den ersten Folgen haben wir uns mit Mut und Selbstwirksamkeit beschäftigt und wie du dein persönliches Leitbild, your best version, entwickelst.

Heute widmen wir uns dem Thema „Vom Autopiloten in den Driverseat“ .

Mit anderen Worten es geht darum: Wie kannst du es gut schaffen, deine bisherige Komfortzone zu verlassen, alte Gewohnheiten ablegen und bewusste Entscheidungen treffen.

Welche Methoden gibt es, die leicht umsetzbar sind? Für diese podcast Folge habe ich 3 Übungen ausgewählt, die du einfach selbst umsetzen kannst.

Jetzt ist die gute Frage: wo fangen wir an. Denn raus aus dem Autopiloten bedeutet: raus aus der Konditionierung. Letztendlich geht es dir ja darum, diejenigen Verhaltensweisen bei dir  zu ändern, die dich behindern in deinem persönlichen Wachstum und in deiner beruflichen Weiterentwicklung.

Wir alle sind konditioniert oder wir könnten auch sagen „programmiert“ (auch wenn das irgendwie schrecklich klingen mag – es ändert dennoch nichts an der Tatsache). Programmiert sind wir in unseren Verhaltensweisen, Denkstrukturen, Glaubenssätzen und dadurch auch in unseren Gefühlsmustern und in unserer Art Entscheidungen zu treffen. Diese Konditionierung findet für jeden in seinem individuellen Umfeld statt, durch die jeweilige Kultur, die Sprache, die Sozialisation in der Gesellschaft und natürlich sehr stark durch die eigene Familie.

In der dritten podcast Folge ging es darum: wie schaffst du es zur besten Version deiner selbst zu werden. Nun geht es darum, dies auch durchzuziehen, dranzubleiben. Das funktioniert nicht ganz so gut, wenn wir im Autopiloten verbleiben.

Denn der muss sich ein Stück weit an unser Leitbild, an neue Navigationsdaten anpassen, damit wir auf unserer Zielgeraden sind.
Denn: was macht der Autopilot mit uns? Aus dem Autopiloten heraus zu agieren bedeutet:

  • du tust Dinge so wie du sie schon immer gemacht hast
  • denn dein mentales Navigationssystem kennt nichts anderes
  • manchmal magst du vielleicht mehr von etwas anderem tun, aber… dein Autopilot stoppt dich dann gerne wieder … ,
  • denn der sagt dir dann ganz klar mit wohlbekannter Stimme … „Jetzt fahren wir mal wieder unsere bekannte Strecke, denn die kennen wir bereits.. „
  • das alles ist ein ziemlich unbewusster Prozess, der in unserem Inneren abläuft und daher ist für uns erstmal wichtig, diesen gedanklichen Prozess an die Oberfläche zu bekommen und damit bewusst zu machen

Kennst du deinen Autopiloten? Dein Autopilot ist nicht per se schlecht , sondern erfüllt auch einen wichtigen Zweck: denn er ermöglicht dir erst, dass du nicht jeden Tag aufs Neue über tausend Dinge nachdenken musst, die du bereits kennengelernt und gemeistert hast.

Hätten wir nicht diesen Autopiloten müssten wir jeden Tag aufs Neue überlegen, wie genau jeder einzelne Schritt sein muss … beim Kaffee zubereiten, wenn wir das Auto starten und generell bei allen Aktivitäten. Unser Gehirn wäre damit maßlos überfordert. Daher: es ist eine gute und gesunde Einrichtung unseres Gehirns, dass wir einen Autopiloten haben. Allerdings heißt das nicht, sich diesem einfach widerspruchslos zu übergeben, sondern immer mal zu checken, ob der Autopilot denn für uns auf der noch richtigen Spurt ist.

Ich will deinen heutigen Boxenstop dazu nutzen, dir einfache Übungen mit auf den Weg zu geben, damit du dein Gehirn trainieren kannst, mehr von dem zu tun, das dir guttut.

Und dich damit befreit von bestimmten Gewohnheiten, die in deinem Autopiloten sind, die nicht oder nicht mehr für dich hilfreich sind.
Stattdessen geht es darum, mehr von dem zu tun, das deinem besten Ich entspricht.

Bist du bereit?

Dann können wir starten!

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Dein dritter Boxenstop hat dir Klarheit gegeben, wer du bist und sein willst und was für dich dein Leitbild ist.

Lass mich dir die Frage stellen: Wie häufig hast du dich seitdem daran erinnert?

Ab und zu, wenn es dir grade einfiel?

Vielleicht fandest du das Thema zwar interessant und das Leitbild klärend, aber du hast es erstmal zur Seite gelegt, denn … die alltäglichen Themen und Dringlichkeiten haben dich bereits wieder eingeholt.

Das ist nur allzu menschlich. Und dennoch möchte ich dich dazu ermutigen: Dranbleiben heisst hier die Devise, wenn sich etwas bewegen soll.

Als erstes will ich dir eine einfache und dennoch sehr wirksame Übung mit auf den Weg geben:
Die Aufgabe besteht darin, dir jeden Abend ca 5 Minuten Zeit zu nehmen – was nicht wirklich viel Aufwand sein kann – um dich mit einem Notizbuch zu wappnen und folgende Frage zu reflektieren:
– Wann habe ich heute Eigenschaften meines Besten Selbst gezeigt, meiner Besten Version

-Was genau hab ich gesagt, getan, wie habe ich gehandelt?
-Welches Gefühl hat es mir gegeben?

Notiere dir hierzu deine Antworten auf einer Seite.

Diese Aufgabe wiederholst du für dich jeden Abend. Du kannst dir gerne nach ein oder zwei Wochen oder besser noch nach einem Monat deine Aufzeichnungen anschauen.

Du wirst sehr schnell merken, dass du darin Übung bekommst und nicht lange überlegen musst.

Du wirst auch feststellen, dass dein Gehirn auf diese mentale Reflektionsübung reagiert. Nach wenigen Wochen nämlich bereits während des Tages. Denn du wirst für dich feststellen, dass du mit mehr Achtsamkeit darauf achtest, WAS konkret du tust. D.h. mit anderen Worten: die unbewusste Ebene wird bewusst gemacht und damit bist du auf dem besten Weg raus aus dem Autopiloten zu kommen und bewusste Entscheidungen zu treffen.
Du wirst dich damit zu mehr Awareness konditionieren, was eine essenzielle Kompetenz darstellt für einen achtsamen Umgang mit dir selbst und mit anderen.

Diese Übung trainiert dein Gehirn und deine Aufmerksamkeit dahingehend, mehr davon zu tun, was deinem Leitbild entspricht.

Übrigens: Menschen, die diese Übung für sich regelmässig machen, berichten darüberhinaus über einen positiven Nebeneffekt – sie werden zufriedener.

Wenn du diese Übung regelmässig am Abend einbaust, wirst du bereits nach wenigen Wochen den Unterschied merken.___________
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Die meisten meiner Coachees schaffen es gut, sich mit den Übungen weiterzuentwicklen. Manchmal ist es aber auch so, dass mir der ein oder andere sagt:

Christiane, mir fällt es schwer, mich dann noch zu zwingen jeden Tag Reflektionsaufgaben zu erledigen.

Dazu kann ich nur sagen: Just do it. Einfach machen! Und damit komme ich bereits zu unserer zweiten Übung für heute:
Nutze die Macht der Gewohnheit

und beginne mit einer neuen Gewohnheit. Die erste neue Gewohnheit ist die Reflektionsaufgaben am Abend. Wenn du daran bereits scheiterst, wird es wohl eher schwierig werden mit dem Thema „raus aus dem Autopiloten“.

Am Anfang, das ist für viele die unschöne Nachricht, steht erstmal die Selbstdisziplin. Am Anfang müssen wir uns zwingen, denn wir haben als Ziel etwas an unserem Verhalten zu ändern bzw uns zu dem Menschen zu entwickeln, der wir sein wollen. Wenn wir es geschafft haben, uns einige Wochen mit Selbstdisziplin täglich einer Aufgabe zu widmen, wird diese neue Gewohnheit ein Teil unseres neuen Autopiloten sein.

Denn:   Handlung erzeugt Haltung.

Die Kunst es trotzdem zu tun

Lernen, über sich selbst hinauswachsen, an seine Grenzen zu gehen bedeutet immer wieder auch mal daran zu scheitern .. Fehler machen zu dürfen. Das gehört dazu. Raus aus der Komfortzone, rein in die Wachstumszone. Fehler gehören zum Leben. Daher ist es wichtig, wenn du auf dem Weg bist zu deiner besten Version: gib nicht zu schnell auf!

Die Stimmen im Ohr können grade zu Beginn noch sehr stark sein, die dir zuflüstern: „Ich wusste doch gleich, dass das nicht klappt!“. Damit wären wir dann wieder bei der self fulfilling prophecy.

Die Kunst ist es hier: es erst recht zu tun. Auch wenn Du vielleicht bei dem folgenden Satz Deine Zweifel hast „Fake it until you make it!“, wie es beispielweise der Psychologe Richard Wiseman tituliert hat und hierzu geforscht hat. Es funktioniert. Du must einfach nur dranbleiben, einfach tun.
Falls du also nicht gleich erfolgreich bist mit deinem Vorhaben, glaube dennoch daran, dass es dann eben beim nächsten Mal klappt. Oder du glaubst immer noch nicht daran – aber  machst es einfach trotzdem. Es liegt in deiner Hand. Wir treffen immer eine Entscheidung.

Dranbleiben heisst hier die Devise. Und wenn du dann einfach so tust als ob, dann wird es dir dein Gehirn danken – und deinen Taten glauben. Mit anderen Worten: wissenschaftlich betrachtet kann es in beide Richtungen funktionieren:

 Haltung erzeugt Handlung und auch Handlung erzeugt Haltung.

Nun kommen wir zur 3. und letzten Übung für heute:
Nutze die Macht der Imagination

Ein weiteres unglaubliches Tool, nämlich die enorme Kraft der Imagination, die Vorstellungskraft, ist eine Ressource, auf die wir Menschen Zugriff haben. Die Kraft der Imagination wurde schon von vielen Menschen genutzt, um sich und ihre Visionen weiterzuentwickeln oder gar die Welt ein Stück weit damit zu beeinflussen. Diese Möglichkeit steht jedoch nicht nur einzelnen Menschen zur Verfügung.

Diese Imaginationskraft steht uns allen zur Verfügung. Sie verschafft uns enorme innere Stärke, um schwierige Situationen gut zu überstehen. Und sie verschafft uns enorme innere Vorfreude, wenn wir davon überzeugt sind, dass eine zukünftige Situation für uns positiv ist.

Jeder Mensch hat diese Gabe. Ich bin sicher, Du kennst das von dir selbst und auch von anderen Menschen.

Auch hier gilt: je mehr wir diese Imaginationskraft trainieren umso leichter fällt sie uns. Daher sei grade zu Beginn etwas geduldig mit sich selbst.

Was konkret heißt denn nun „die Macht der Imagination“ zu nutzen“?

 Fakt ist, dass unser Gehirn eine reine Imagination nicht von echter Wirklichkeit unterscheiden kann. Mit anderen Worten: wenn Du dich beispielsweise vor einer Prüfung befindest und dich derart mental vorbereitest, dass du quasi wie ein Regisseur diesen „Film“ der Prüfung wieder und wieder vor deinem inneren Auge abspielen lässt.

Dann glaubt dein Gehirn irgendwann, das hast du bereits erlebt.

Wichtig hierbei ist, dass du dir diesen Film so vorstellen kannst, dass du diesen mit positiven Gefühlen verbindest.

Um bei diese Beispiel zu bleiben: In der eigentlichen realen Prüfungssituation wirst du mit grösserer Souveränität erscheinen. Denn: du startest in dieser Situation bereits mit dem Gefühl, das bereits – und zwar im positiven Sinne erlebt zu haben.

Auch hier gilt: es werden neue Verknüpfungen im Gehirn geschaffen und eine neue Verhaltensweise wird dadurch bereits mental „gelebt“. Das hat zur Folge, dass wir eben diese „mental erlebten Verhaltensweisen“ einfacher in der Realität umsetzen können.

Das Thema ist nicht so neu.
Bereits Walt Disney sagte einmal „If you can dream it you can do it!” Die Kraft der Imagination liegt allen Mentaltechniken zugrunde. Auch die Meditation nutzt diese Stärke und schafft dadurch nicht nur neue Verknüpfungen im Gehirn, sondern öffnet damit sprichwörtlich neue Perspektiven auf die Welt und schafft damit neue Handlungszugänge.

Dazu gerne mehr in einem späteren podcast.

Ich wünsche dir nun erkenntnisreiche Wochen und es bietet sich an heute mit diesem Satz deinen Boxenstop zu beende:
Just Do it !!

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