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Sind Sie intro- oder extrovertiert?

Inhalt
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    Prolog

    Sind Sie introvertiert oder eher extrovertiert?
    Und ist das überhaupt wichtig und warum?

    Es ist wichtig, da Introvertierte sich häufig fragen, ob sie anders sein müssen. Nein, müssen sie nicht.

    Ich will mal wieder Mut machen. Und heute geht es mir mit diesem Blog darum MUT zu machen und zwar den Introvertierten. Liebe Extrovertierte, einen der nächsten Blogs werde ich auch Ihnen widmen.

    Und ich will damit auch das Interesse wecken dafür, sich damit zu beschäftigen, wie man selbst tickt und wie Ihr Umfeld, Ihre Kollegen, Ihre Kunden, Ihre Mitarbeiter und Ihre Vorgesetzten ticken, und welche Art von Kommunikation es braucht.

    Es existiert nach wie vor zumindest in unserer westlichen Welt der Mythos, dass extrovertierte Menschen die erfolgreichen, die mutigen sind, und dass nur die extrovertierten Menschen diejenigen sind, denen die großen Chancen des Lebens begegnen. Das ist schlichtweg falsch.

     

    Keine Persönlichkeitspräferenz ist besser als die andere

     

    Diesen Podcast widme ich jedoch den Introvertierten, da diese in unserer westlichen Welt häufig einen Anpassungsdruck erfahren, nämlich gesellig und kontaktfreudig sein zu müssen um angeblich damit nur akzeptiert und erfolgreich zu sein. Und das ist völliger Unsinn.

    Daher bitte mutig sein, stehen Sie zu sich selbst und Ihren Bedürfnissen.

    Denn fehlende Selbstakzeptanz ist eine schlechte Voraussetzung für Erfolg im Leben, unabhängig davon, wie jemand Erfolg für sich definiert.

    Es wird geschätzt, dass ca 50% der Menschheit introvertiert ist und 50% extrovertiert. Ich will jetzt hier auch nicht von den extremen Ausprägungen sprechen, die gibt es natürlich auch auf beiden Seiten.

    Die meisten Menschen sind durchschnittlich intro oder extro. Menschen haben ganz grundsätzlich immer sowohl intro als auch extrovertierte Aspekte.

    Aber wir haben nun mal immer eine Präferenz, die darüber entscheidet wie wir in der Aussenwelt in der Regel agieren und insbesondere sind dadurch unsere Bedürfnisse unterschiedlich. 

    Ich selbst liege in meiner Ausprägung beispielsweise ziemlich mittig zwischen intro- und extrovertiert, habe allerdings als präferierte Ausprägung die Introversion. Das war mir die meiste Zeit meines Lebens nicht bewusst.

    Die meisten Menschen in meinem beruflichen Kontext nehmen mich eher als extrovertiert wahr. Das ist jetzt auch nicht so verwunderlich, denn in meiner beruflichen Rolle geht es ja sehr stark um Kommunikation und als Unternehmerin habe ich auch Sichtbarkeit.

    Insgesamt ist mein Eindruck schon, dass die Vorannahme existiert, man müsse permanent socializen und networking betreiben, am besten auf allen Parties mittanzen (wobei das ja seit Bestehen des C-Faktors etwas anders ausschaut), um erfolgreich zu sein. Allerdings habe ich selbst diese vermeintlichen Spielregeln nur bedingt mitgespielt, da ich daran schlichtweg keinen Spaß habe.

    Mit einer Ausnahme: In meinem vorherigen Leben als Geschäftsführerin habe ich das für einige Jahre ziemlich stark betrieben. Aber da hatte ich ja auch eine klare Entscheidung für diese Führungsrolle getroffen und mir war klar, dass ich auch zu präsentieren und zu repräsentieren habe und das Networking zu dieser Rolle gehörte. Eine Entscheidung – ein Wort! That s the name of the game!

    Und letztendlich hatte ich daran auch meine Freude, denn sonst hätte ich das schlichtweg nicht getan.

    Deshalb muss sich jeder immer vor Augen halten: hab ich eine bewusste Entscheidung für eine bestimmte berufliche Rolle getroffen, dann bedeutet es auch dass die Aspekte, die zu dieser Rolle gehören, gelebt werden.

     

    Was heißt denn nun introvertiert sein?

     

    Das Wichtigste das es zu verstehen gilt: woher bezieht jemand seine Energie?

    Das ist der wichtigste und relevanteste Unterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen.

    Wenn ich mit Kunden zu dieser Thematik arbeite dann ist mein Standardspruch: „Es geht vor allem darum, zu wissen, wie du deine Batterien wieder auflädst und deshalb wichtig deswegen genügend Zeit für sich einzuplanen.“ Das ist der Schlüssel.

    Ein introvertierter Mensch bezieht seine Energie aus sich selbst und aus dem Kontakt mit wenigen ausgewählten Menschen. Große Gruppen, Menschenansammlungen machen dem Introvertierten schlichtweg keine Freude.

    Und der Kontakt mit vielen Menschen gleichzeitig ist nicht unbedingt eine Bereicherung, sondern eher eine Herausforderung.

    Der extrovertierte Mensch ist das komplette Gegenstück dazu. Extrovertierte beziehen ihre Energie durch andere Menschen und brauchen die Stimulation von aussen.

    Ein klassisches Beispiel, häufig erlebt in der Vergangenheit: ich habe einen ganztägigen Workshop mit einem Kunden, häufig ja auch eine komplette Woche.

    Ich liebe die Arbeit mit meinen Kunden. Das ist bereichernd für mich zu erleben, wie Menschen sich entwickeln und wie sie Aha Effekte haben und ihre Perspektiven erweitern. Dazu braucht es viel Zuhören und natürlich auch viel Kommunikation. Ich bin also in einer exponierten kommunikativen Rolle über den ganzen Tag hinweg. Das mach ich supergerne und mit ganzem Herzen.

    Wenn ich mit weiteren Kollegen unterwegs war, sind es die extrovertierten die sofort nach dem Workshop sagen: was machen wir jetzt, wo gehen wir hin und sie haben das Bedürfnis nach weiterer Kommunikation.  

    Das ist dann aber genau nicht mein Bedürfnis.

    Ich erlebe häufig in Veranstaltungen mit Kunden oder auch in meinen Coachings, dass mir die eher introvertierten Kunden sagen:“ ja, was mach ich denn dann, wenn nach dem ganztägigen Meeting noch get together oder direktes Abendessen und socializing gefragt sind“. Das ist ja auch digital der Fall und ist auch wichtig.

    Aber – eben nicht um jeden Preis.

    Hier ist es besonders wichtig sich als introvertierter Mensch klar zu machen, welche Bedürfnisse habe ich:

    Wie lange, wieviel Zeit kann und will ich jetzt noch beim Abendessen dabei sein oder beim virtuellen socializing/after work drink, ohne dass es mich zuviel Energie kostet. Eine halbe Stunde oder 1 Stunde mag dann völlig ausreichend sein.

    Und nein, es ist kein Zeichen von Unhöflichkeit dann zu gehen. Am besten rechtzeitig avisieren und vor allem mit sich selbst im Reinen sein.

    Ein häufiger Mythos ist ebenfalls, dass introvertierte Menschen scheu und schüchtern seien. Das kann ich nicht bestätigen. Und nach meinem Wissensstand – und ich bin zertifiziert in einigen gängigen Persönlichkeits-Diagnostikinstrumenten – ist das schlichtweg falsch.

    Ein introvertierter Mensch hat ganz einfach nicht das Bedürfnis immer und permanent zu reden. Gleichzeitig ist es so, dass ein introvertierter Mensch sehr wohl dann sofort ins Gespräch geht, wenn es ein klares Interesse am Gespräch gibt.

    Beispielsweise gibt es viele Menschen, die von mir glauben, ich sei extrovertiert. Warum?

    Weil ich Menschen gerne von mir aus anspreche. Das tue ich sowohl im beruflichen Kontext, aber auch privat und selbst wenn ich Menschen eben nicht kenne. Genau das macht es für mich dann auch besonders spannend. Insbesondere auf Reisen spreche ich gerne wildfremde Menschen an.

    Das tue ich ganz einfach deshalb, weil ich ein großes Interesse an Menschen habe, und speziell auf Reisen, umso mehr in anderen Ländern, mehr von der Kultur und den Menschen erfahren möchte. Meine mitreisenden Freunde, Businesspartner und mein Lebenspartner hatten immer große Freude daran und amüsieren sich regelmässig darüber.

     

    Beispiele von introvertierten Menschen

    Nachdem ich jetzt bereits ein wenig von mir geteilt habe will ich hier einmal einige berühmte Persönlichkeiten aufzählen, die introvertiert und sehr erfolgreich sind.

    • Richard Branson
    • Steve Jobs
    • Barack Obama
    • Julia Roberts
    • Meg Ryan
    • Harrison Ford
    • Clint Eastwood
    • Steven Spielberg
    • Michael Jackson
    • Freddie Mercury
    • Warren Buffett
    • Bill Gates
    • Albert Einstein
    • Mark Zuckerberg


    Mein Appell

    Voraussetzung für Erfolg ist nicht irgendeine angeborene Persönlichkeitseigenschaft. Ich appelliere immer in meiner Arbeit mit meinen Kunden daran, erstmal eine hohe Selbstkenntnis zu erlangen. Und damit sind wir wieder bei meinem Lieblings Thema bzw bei einem meiner Lieblingsthemen … der Selbst-Führung.

    Und für introvertierte ist es wichtig, zu akzeptieren, dass sie als introvertierte andere Bedürfnisse haben als extrovertierte.

    Sich auf die eigenen Stärken zu besinnen ist umso wichtiger.

    Die besondere Stärke von introvertierten Menschen ist ihre hohe Fähigkeit zu Fokus und zu Tiefgang. Sie arbeiten nun mal gerne konzentriert und ungestört. Und da sie ein reiches Innenleben haben, können sie bereits Glück empfinden im Alleinsein und mit wenigen ausgewählten Menschen.

    Daher: sollten Sie für sich erkennen, dass Sie eher introvertiert sind, dann ist das wunderbar.

    Das sind Sie und gleichzeitig sind Sie ganz individuell, ein ganz eigener Cocktail mit ganz eigenen Persönlichkeitsaspekten.

    Introvertiert ist nicht gleich introvertiert und extrovertiert nicht gleich extrovertiert.

    Schaun Sie sich daher an, was Ihre Stärken sind und was Sie konkret brauchen, um Ihre Batterie möglichst jeden Tag mit Energie zu laden.

    Das gilt natürlich im Umkehrschluss genauso für die eher Extrovertierten.

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